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Digitale Werkzeuge gehören heute selbstverständlich zum Schulalltag – doch viele der genutzten Plattformen stammen von wenigen grossen, meist aussereuropäischen Technologiekonzernen. Angesichts zunehmender politischer Unsicherheiten und globaler Spannungen stellt sich auch im Bildungsbereich die Frage nach digitaler Unabhängigkeit und technologischer Eigenständigkeit Europas. Dabei existieren zahlreiche leistungsfähige europäische aber auch internationale offene Alternativen (Open Source), die Datenschutz, Transparenz und digitale Souveränität stärker berücksichtigen. Initiativen wie https://buy-european.net/de zeigen zudem auf, wie viele europäische Alternativen es inzwischen in unterschiedlichsten digitalen Bereichen gibt.
In diesem Beitrag zeige ich anhand eines Testgeräts, wie sich mit europäischer und Open-Source-Software eine praxistaugliche Arbeitsumgebung für den Schulalltag aufbauen lässt – nicht als radikaler Ersatz bestehender Systeme, sondern als bewusster Schritt hin zu mehr digitaler Unabhängigkeit im Bildungswesen. Software
Hardware
Diese vier Hersteller stehen für unterschiedliche Konzepte beim Einsatz offener und europa-freundlicher Hardware im Schulkontext: von Windows-gemischten Business-Geräten bis hin zu voll Linux-kompatiblen Laptops, die sich besonders für den souveränen, freien Schulalltag eignen.
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Filme und Serien zur Tech-Branche eignen sich hervorragend, um Digitalisierung, Innovation und Machtstrukturen greifbar zu machen. Die folgende Übersicht sammelt empfehlenswerte Produktionen für Schule und Unterricht – von Start-ups über KI bis hin zu globalen Tech-Konzernen.
Transkribus liefert bereits erstaunlich gute Ergebnisse bei der KI-Transkription historischer Texte. Es zeigt sich im Vergleich mit Chat GPT, dass gezielt trainierte KIs deutlich bessere Resultate liefern. Ein Ausprobieren lohnt sich hier! Ein lesenswerter Artikel, der in grossen Teilen auch für den Schulalltag gilt:
Wenn Unternehmen das eigenständige Denken ihrer Mitarbeitenden nicht mehr gezielt fordern und fördern, könnten sie für die erhofften Einsparungen durch KI einen hohen Preis zahlen. – Von Dominik Imseng, Managing Partner bei smartcut consulting (NZZ am Sonntag, 22. Juni 2025) In Sekunden erledigen, wofür früher Stunden, wenn nicht Tage oder gar Wochen nötig waren: In der Wirtschaft wird KI so enthusiastisch gefeiert wie das 5:0 gegen Inter Mailand bei den Fans von Paris Saint-Germain. KI werde massgeblich die Produktivität der Mitarbeitenden steigern, tönt es aus den Führungsetagen. Die negativen Folgen des Fachkräftemangels würden gemildert. Überdies stärke KI die Innovationskraft von Unternehmen, sind 86 Prozent der Befragten einer Studie überzeugt, die der Zürcher Think Tank W.I.R.E. durchführte. Wer auch nur ansatzweise die menschliche Natur berücksichtigt, sollte diesen Optimismus nicht naiv teilen. Tatsächlich könnte sich KI für viele Unternehmen nicht als Produktivitätsturbo erweisen, sondern als Trojaner. So nennen Programmierer Software, die wie eine nützliche Anwendung wirkt, in Wahrheit aber jede Menge Schaden anrichtet. Darum geht’s: KI besorgt aktuell oft nicht nur Monatsabschlüsse, die Säuberung von Daten oder die Priorisierung von Kundenanfragen, sondern übernimmt auch Aufgaben, die strategisch absolut entscheidend sind – von der Identifizierung neuer Marktsegmente über die Optimierung von Prozessen bis hin zur Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen. Allein: Wettbewerbsvorteile entstehen nicht durch sofortige Antworten. Sondern durch die Bereitschaft, länger und härter nachzudenken als die Konkurrenz. Durch die mühsame Suche nach dem richtigen Weg, der dann wieder verworfen wird, um zuletzt doch der einzig richtige zu sein. Durch die Bereitschaft, dem «Need for Closure» zu widerstehen – so nennen Verhaltenswissenschaftler unser Bedürfnis, das belastende Gefühl, ein Problem noch nicht vom Tisch zu haben, durch vorschnelle Scheinlösungen zu betäuben. Für diesen aufreibenden Prozess des produktiven Scheiterns hin zum Erfolg braucht es Mitarbeitende, die bereit sind, ihn auf sich zu nehmen. Doch KI mit ihrem verführerischen Versprechen, Ergebnisse zu liefern, die kaum noch Arbeit erfordern, droht dies zu verhindern. Und züchtet stattdessen Mitarbeitende, die wie Profis wirken, aber in Wahrheit Hochstapler sind. Ein kurzer Blick in das soziale Business-Netzwerk LinkedIn genügt, um zu erfahren, wie gross die Lust auf eigenständiges Denken bei der Belegschaft vieler Unternehmen noch ist. Am meisten Likes gibt es dort für Prompts – dank KI vermeintlich real gewordene Zaubersprüche, die auf Knopfdruck Mittelmässigkeit mit Hochglanzfilter produzieren. Damit wird vielen Mitarbeitenden suggeriert, dass nur noch selber denkt, wer nicht weiss, wie man das der Maschine überlässt. Der Ausdruck «Cheat Sheet», der für Prompts-Sammlungen zum Erledigen ehemals Hirnschmalz erfordernder Aufgaben gern verwendet wird, bringt es auf den Punkt: So wie ein Spickzettel fehlendes Wissen ersetzt, ersetzen Prompts fehlende Kompetenz. Dies gilt es recht für die Mitarbeitenden von morgen. Erinnern Sie sich noch, wie unangenehm es sich zu Beginn Ihrer Karriere anfühlte, ein kompletter Anfänger zu sein? Blut, Schweiss und Tränen – das bleibt den Berufseinsteigern von heute erspart. Mit fatalen Folgen: Wer gar nicht mehr weiss, was es heisst, wirklich schlecht zu sein, da KI ja jederzeit etwas Pseudo-Kluges ausspuckt, macht sich auch nicht mehr die Mühe, wirklich gut werden zu wollen. Daher meine Befürchtung: KI wird dazu führen, dass immer öfter Mitarbeitende entstehen, die sich mit dem Erstbesten zufriedengeben, das die Algorithmen liefern. Damit verschwindet zunehmend die analytische und strategische Exzellenz, die für es echte Wettbewerbsvorteile braucht. Viele Unternehmen, die im Moment noch glauben, mit KI die Produktivität und Innovationskraft steigern zu können, drohen so, als ein Stück von Dürrenmatt zu enden, in dem sich Komödie und Tragödie die Hand reichen. Ihre Mitarbeitenden liefern auf Knopfdruck, was gefragt ist, verstehen aber nicht, warum. Sie stellen keine besseren Fragen, weil KI vermeintlich schon alle Antworten generiert. Dass Bequemlichkeit ihren Preis hat, wissen wir nur zu gut. Seit der Mensch im wahrsten Sinne des Wortes sesshaft wurde, bei der Fortbewegung im Auto genauso wie bei der Arbeit im Büro, nehmen Übergewicht, Rückenschmerzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen drastisch zu. Wir sollten uns fragen, was passiert, wenn wir nun auch geistig unbeweglich werden. Die Konsequenz für Unternehmen liegt schon mal auf der Hand: Wer Mitarbeitende nicht ausbildet, wie sie den Output von KI konsequent hinterfragen und optimieren können, wer zulässt, dass KI statt zum Co-Piloten zum Autopiloten wird, wer eigenständiges, kreatives Denken nicht mehr gezielt fordert, fördert und belohnt, der zahlt für die erhofften Einsparungen durch KI den höchsten Preis überhaupt: die Gefährdung des Unternehmenserfolgs.
Hardware Systeme Einstellungen Rendering (Bsp. N64)
Mit Google Trends lassen sich im RZG-Unterricht gut Entwicklungen ablesen. Gleichzeitig können die Statistiken auch in der Mathematik als Übung zum Lesen und Interpretieren von Diagrammen verwendet werden. Der Einsatz künstlicher Intelligenz im RZG-Unterricht hat Vor- und Nachteile. Einerseits lassen sich schnell Fotografien herstellen, bei welchen sich nicht mehr sicher feststellen lässt, ob es sich um echte Aufnahmen oder um ein KI-generierte Bilder (wie die untenstehenden drei Aufnahmen) handelt. Andererseits ist es aber möglich, schnell stimmige und passende Bilder für ausgewählte RZG-Themen zu generieren, welche den Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die damalige Zeit ermöglichen: Wenn zum Beispiel ein historisches Spiel für den Unterricht entwickelt werden will, lassen sich Legekärtchen zu einzelnen Themenwelten z.B. mit Midjourney prompten. Hier gibt es v.a. gute Resultate, wenn man sich an klassischen Strategiespielen (Age Of Empires, Anno-Reihe) orientiert: "/imagine prompt A gold mine, age of empires style, white background, high definition, --v 5.1" Trotz der digitalen Möglichkeiten lohnt es sich, für das Erstellen der Lernvideos auch auf bewährtes Material (Lego, Playmobil, Brettspiele) zurückzugreifen, damit sich authentische Videos herstellen lassen.
Im Deutschunterricht können eigene Superhelden schriftlich charakterisiert und mit Midjourney anschliessend illustriert werden. Danach treten diese in Geschichten gemeinsam oder gegeneinander an. Untenstehend das Aufgabenblatt mit dem Raster:
Midjourney kann aber auch bei einem Abschlusstheater zum Einsatz kommen, wenn passende Logos oder Bilder gebraucht werden:
Gabriel Kissling, Nicola Di Cerbo und Christophe Zürcher erstellten im Herbstsemester 2021 im Rahmen ihres Studiums am Institut Sekundarstufe 1 der PH Bern eine Planungsarbeit im Modul «Planen und Beurteilen im Deutschunterricht». Anbei ihre Einbettung in den Unterricht: Die Sequenz konnte Gabriel Kissling anlässlich seines P3-Praktikums in Wangen an der Aare im Frühling 2022 mit der 8. Klasse Sek erfolgreich durchführen. Anbei einige Impressionen: Neu verfügt die Schule Wangen an der Aare sowohl über einen Twitter- als auch über einen Instagram-Account, welche für Anlässe und Projekte verwendet werden können. Twitter Instagram
aus: Dr. Sarah Genner für: Hrsg. eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen. Aufwachsen im digitalen Zeitalter, EDI. Bern. 2019, S. 13.
"Minerale, Erze, Metalle und andere Erdschätze haben die Geschichte der Menschheit durch die Jahrtausende massgeblich geprägt - so war es beispielsweise die Entdeckung des Kupfers und seine Verarbeitung zu Bronze, die das Ende der Steinzeit einläutete, und die Suche nach Gold, Silber und Diamanten, die die großen Entdeckungsreisen des 15. und 16. Jahrhunderts motivierte. Und wie würde wohl unsere Gegenwart aussehen, wenn wir weder Stahl, Aluminium noch Erdöl kennen würden?" Klappentext aus Eric Chaline: 50 Erdschätze, die unsere Welt veränderten Ein fächerübergreifendes Projekt (NT, RZG, MI & Deutsch) der 8. Klasse Sek der Schule Wangen an der Aare 2020/2021.
Fächerübergreifend (Deutsch/Medien+Informatik) vertonte die 9. Klasse der Schule Wangen an der Aare in den letzten Wochen fleissig und mit viel Gefühl Kinderbücher und stellt die Werke als Videos hinter einzelnen Kalender-Türchen interessierten Kindergärten und Schulklassen des Zyklus 1 zur Verfügung.
Was in der Geographie bereits seit längerem an unserer Schule Einzug gehalten hat (Oberflächenform, Siedlungsformen, ...), wurde nun auch erfolgreich im Geschichtsunterricht getestet: Portable Sandkästen. Anbei einige Impressionen (Morgarten, Gettysburg, Stalingrad, D-Day): In einem nächsten Schritt folgt die Verschriftlichung der Ereignisse und die dazugehörende Vertonung der Bilder. Die Ergebnisse findet man hier:
Morgarten Gettysburg Stalingrad D-Day Der Fernunterricht ist vorbei, der Schulalltag normalisiert sicht langsam aber sicher wieder. Zeit, zurückzuschauen.
Unter folgender Adresse finden sich die entsprechenden Seiten für den Fernunterricht in Wangen a.A. wieder. Einzelne eingefügte Dokumente lassen sich nur mit entsprechendem Schul-Login öffnen.
Unterrichtssequenzen Fernunterricht Auf der Fernunterrichtsseite der PHBern finden Interessierte ein umfassendes Angebot an nützlichen Links und Anlaufstellen. Beim Abschnitt Erfahrungen haben auch vier Schülerinnen und Schüler der Schule Wangen an der Aare mitgewirkt.
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